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Sicherheit · R2.4

Technische und organisatorische Maßnahmen

Öffentliche R2.4-Langfassung der OPERIO-TOM. Nicht verifizierte Maßnahmen werden nicht als umgesetzt dargestellt.

Impressum Datenschutz AGB AVV TOM Unterauftragnehmer Anbieterwechsel Aufbewahrung & Löschung
Öffentliche Rechtsfassung R2.4 Stand: 13. August 2026 Externe juristische Prüfung: nicht durchgeführt (NOT_PERFORMED).

Anlage TOM – Technische und organisatorische Maßnahmen für OPERIO

Version R2.4 – ausführliche Pre-Live-Fassung – Stand: 13. August 2026

1. Grundsatz

Diese Anlage beschreibt ausschließlich den aktuellen, technisch belegten Schutzrahmen. Nicht belegte Maßnahmen werden nicht als bestehend zugesagt. Insbesondere wird eine Verschlüsselung der Backup-Artefakte derzeit nicht als bestehende Maßnahme behauptet.

Die Maßnahmen werden anlassbezogen und bei wesentlichen Sicherheits-/Architekturänderungen überprüft.

2. Identität und Zugang

  • persönliche Benutzer- und Administrationskonten;
  • passkey-/WebAuthn-basierte Produktanmeldung;
  • separate OPERIO-Gerätebindung je freigegebenem Gerät;
  • Benutzerverifikation durch den jeweiligen Authenticator;
  • keine Verarbeitung biometrischer Vorlagen durch OPERIO;
  • kein regulärer Passwort-/SMS-/OTP-Fallback für die aktuelle Produktanmeldung;
  • rollen-, modul- und objektbezogene serverseitige Zugriffskontrollen;
  • Mandantentrennung;
  • Widerruf nicht mehr benötigter Rechte und Sessions.

3. Kontenbezogene Recovery und Widerruf

  • öffentliche Recovery-Anforderung ausschließlich per E-Mail-Adresse;
  • kein Mandantenkürzel/Kundenkennzeichen als öffentliches Recovery-Eingabefeld;
  • E-Mail-Nachweis hash-/HMAC-basiert gespeichert, single-use und 20 Minuten gültig;
  • GET/Link-Preview verbraucht den Nachweis nicht;
  • ausdrückliche Nutzerbestätigung vor Verbrauch;
  • 30-Minuten-Account-Recovery-Grant, serverseitig an genau einen Benutzer/Mandanten gebunden;
  • Recovery-Grant ist keine normale Anwendungssitzung und gewährt keinen Geschäftsdatenzugriff;
  • einmaliger Widerruf aller vor der Recovery bestehenden Sessions, Gerätebindungen und WebAuthn-Credentials;
  • mehrere neue Geräte innerhalb eines aktiven Grants möglich;
  • jedes Zielgerät benötigt eigene Device-Intent-/WebAuthn-Bindung;
  • zusätzliche Geräte werden über kurzlebige, single-use Pairing-Mechanismen plus geräteeigenen Nachweis freigegeben;
  • alte Geräte werden nicht automatisch wieder vertrauenswürdig;
  • Startgerät, E-Mail-Bestätigungsgerät und Zielgerät dürfen voneinander abweichen.

4. Übertragung und Netze

  • HTTPS/TLS für öffentliche Verbindungen;
  • kontrollierte Reverse-Proxy-/Gateway-Struktur;
  • Beschränkung öffentlich erreichbarer Dienste;
  • mandanten- und rollenbezogene API-Prüfungen;
  • sichere Cookies für Authentisierung/zweckgebundene Recovery-Fähigkeiten;
  • CSRF- und Rate-Limit-Schutz an relevanten schreibenden bzw. sicherheitskritischen Grenzen.

5. Daten- und Mandantentrennung

  • logische Tenant-Isolation in Anwendung und Datenzugriff;
  • serverseitige Bindung von Benutzer, Sitzung und Geschäftsobjekten an den Mandanten;
  • kundenbezogene Objekt-/Dateizugriffe nur im zulässigen Tenant-Kontext;
  • Schutz gegen Pfadüberschreitung in Dateizugriffen;
  • Browser-/Offline-Daten nutzer-/mandantenbezogen getrennt.

6. Logging, Audit und Nachvollziehbarkeit

  • sicherheits- und fachlich relevante Auditereignisse;
  • Zeit-/Akteursbezug für wesentliche Verwaltungs- und Sicherheitsaktionen;
  • Wiederholungs-/Replay-Schutz an sicherheitskritischen Einmalnachweisen;
  • Secret-/Tokenwerte werden nicht als reguläre Evidence-/Log-Inhalte ausgegeben;
  • Lösch-, Export-, Recovery- und Releaseaktionen werden mit nicht inhaltsbezogenen Nachweisen dokumentiert, soweit technisch vorgesehen.

Konkrete Logaufbewahrungszeiten werden nur zugesagt, soweit sie im laufenden Betrieb separat bestätigt sind; dieses TOM-Dokument erfindet keine unbelegten 14/30/90/12-Monats-Fristen.

7. Backup, Löschung und Wiederherstellung

  • integritätsgeprüfte Datenbank- und Speicherbackups;
  • manifestbasierte Sicherungsinventare;
  • maximale reguläre Backup-Rotation 90 Tage;
  • geschützte Wiederherstellungsanker können während ihrer Schutzdauer von der normalen Rotation ausgenommen sein;
  • einheitlicher Mandanten-Purge für Testende und abgeschlossenen Anbieterwechsel;
  • wiederholbare Speicherlöschaufträge mit Fehlerbehandlung;
  • operatorgebundener, dokumentierter Legal Hold blockiert Löschung ohne zusätzlichen Datenzugriff;
  • geschützter Lösch-/Reconciliation-Nachweis außerhalb des wiederhergestellten Datenbankzustands;
  • Wiederanwendung bereits wirksamer Lösch- und Widerrufspflichten nach Restore;
  • dokumentierte Restore-/Integritätsprüfungen.

Keine Zusage: Backup-Verschlüsselung wird derzeit nicht als bestehende Kontrolle ausgewiesen.

8. Entwicklungs- und Release-Sicherheit

  • Versionskontrolle;
  • automatisierte Backend-/Frontend-/Migrations-/Security-Tests;
  • Secret-Scans;
  • reproduzierbare Build-/OCI-Artefakte, soweit im qualifizierten Releaseprozess vorgesehen;
  • Inhalts- und Berechtigungsmanifeste;
  • kontrollierte Named-Service-Produktionsumschaltung;
  • frischer Backup-Anker vor produktiven Änderungen nach Releasevertrag;
  • Datenbank-Identitätsguard und Schutz vor unnötiger DB-/Caddy-Neuerstellung;
  • Trennung von Entwicklung, Test und Produktion.

9. Externe Dienstleister / KI

  • Hetzner: aktuelles Hosting der OPERIO-Anwendung und produktiver Speicherkomponenten;
  • goneo: Domain-/DNS-/E-Mail-Dienste und Website-Hosting;
  • kein aktuell aktiver OpenAI-/externer KI-Modellanbieter für OPERIO-Kundendaten;
  • kein aktuell aktiver externer Zahlungsdienst in der Produktivkonfiguration.

10. Review-Nachweis

Der interne technische TOM-Nachweis kann pro Kontrolle insbesondere CONTROL, STATUS, EVIDENCE, LAST_REVIEWED_AT, OWNER und gegebenenfalls REMEDIATION führen. Nicht produktiv nachgewiesene Maßnahmen werden nicht in die vertragliche Aktiv-Liste aufgenommen.

Kontrollmatrix R3.5

Kontrolle Status Qualifizierte Evidence / Grenze
Passkey/WebAuthn-Anmeldung IMPLEMENTED backend/app/api/v1/auth.py, Session-/Passkey-Tests
Gerätebindung IMPLEMENTED backend/app/auth/field_devices.py, Device-Lock-Routing-Test
E-Mail-only Account-Recovery IMPLEMENTED backend/app/access/recovery_router.py, recovery_service.py, Owner-Parity-Test
Session-, Geräte- und Credential-Widerruf IMPLEMENTED Recovery-Service, Session-Control und Passkey-Truth-Test
Logout, Sitzungsablauf und Invalidation IMPLEMENTED Auth-Router, session_control.py, sessions.py, Session-Tests
Rollen-/Objektberechtigung IMPLEMENTED authorization.py, context.py, Central-Object-Authorization-Test
Mandantentrennung IMPLEMENTED Auth-Context/Envelope und Tenant-Isolation-Evidence
CSRF-Schutz IMPLEMENTED csrf.py, CSRF-Unit-Test
Rate-Limits für sicherheitsrelevante Wege IMPLEMENTED rate_limits.py, Rate-Limit-Unit-Test
TLS für öffentliche Produktzugriffe IMPLEMENTED qualifizierte HTTPS-Runtime und Website-Security-Gate
Evidence-Integrität IMPLEMENTED Hash-/Herkunftsprüfungen in den qualifizierten Nachweiswegen
Security-/Audit-Logging IMPLEMENTED backend/app/audit/models.py, service.py, Audit-Service-Test; ereignisbezogen, keine Vollüberwachung
Exportausschluss von Secrets/Sicherheitsmaterial IMPLEMENTED backend/app/lifecycle/export_package.py, Export-Isolation-Test
Browser-/Offline-Zwischenspeicherung PARTIAL tenant-/nutzergebundener Kurzzeitpuffer; kein vollständiger Dauer-Offlinebetrieb und keine positive Verschlüsselungsbehauptung
Backup-Rotation IMPLEMENTED Backup-Rotation-Skript und Unit-Test; regulär bis 90 Tage
Restore-Löschabgleich IMPLEMENTED Restore-Deletion-Reconciliation und R2.2-Paritätsevidence
Legal Hold IMPLEMENTED operatorgebundener dokumentierter Hold im qualifizierten Lifecycle
Analyse-/Werbetracker NOT_APPLICABLE im qualifizierten Produktmodell nicht eingesetzt; technisch erforderliche Speicherung bleibt ausgewiesen
Externer KI-Provider für ASSISTO NOT_APPLICABLE aktuell nicht aktiv; keine Kundendatenübertragung an externes Modell
Autonome bindende ASSISTO-Entscheidung NOT_APPLICABLE nicht Teil des qualifizierten Produktverhaltens
Backup-Verschlüsselung NOT_VERIFIED keine positive Evidence; deshalb keine Behauptung als aktive TOM

Die Matrix bewertet den Stand, nicht einen Ausbauplan. PARTIAL und NOT_VERIFIED dürfen weder im Vertrag noch öffentlich in IMPLEMENTED umgedeutet werden.

R2.4-Prüfvermerk zum aktuellen Implementierungsstand

Stand 13. August 2026 wurden konkrete TOM-Aussagen gegen den Security Fact Canon R3.5 geprüft. Passkey/WebAuthn, E-Mail-only Recovery, Widerruf alter Sessions/Geräte/Credentials, serverseitige Rollen-/Mandantengrenzen, CSRF und Rate-Limits sind als implementiert belegt. Backup-Rotation bis 90 Tage und Restore-Löschabgleich sind belegt. Eine bestehende Backup-Verschlüsselung ist NOT_VERIFIED und wird nicht als aktive TOM behauptet. Offline-Zwischenspeicherung ist PARTIAL und begrenzt; eine Verschlüsselung lokaler Entwürfe wird nicht behauptet.

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